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Nicpic`s - Eosinophiler Granulom Komplex


Der Eosinophile Granulom-Komplex

Der eosinophile Granulom-Komplex ist eine schwer zu behandelnde Krankheit bei Katzen. Es kann mit einem kleinen Bläschen anfangen das aufbricht, verkrustet und danach abheilt aber nach einiger Zeit wiederkommt. Da die Katzen häufig Juckreiz haben, fangen sie an zu kratzen und alles wird noch viel schlimmer.

Obwohl meistens eosinophiles Granulom gesagt wird, kann die Krankheit sehr verschiedene Formen annehmen:
  • Es gibt eine Variante der Krankheit, wobei sich ein Geschwür (eosinophiles Ulkus) in der Lippe oder in der Mundschleimhaut bildet. Wenn das Geschwür weiter wächst, kann es sich sogar in einen bösartigen Hauttumor verändern. Meistens tut dies nicht weh und juckt auch nicht.
  • Dann gibt es eine Variante die sich häufig am Kopf, Nacken, Bauch oder Hinterläufe befindet und vom starken Juckreiz begleitet wird (eosinophiles Plaque). Hier sieht die Haut meistens rot und aufgerauht aus. Es sind kleine Wunden die schnell mit einem zähen, gelblich weißen Sekret bedeckt werden und sich zu einer großen, offenen, blutenden Wunde verbinden.
  • Die dritte Variante ist das „echte“ eosinophile Granulom. Hier findet man rötliche Schwellungen oder Knötchen, z.B. am Kinn, Unterlippe oder in der Maulhöhle. Diese verursachen starke Schmerzen, die Katze speichelt und wird wahrscheinlich irgendwann weniger oder gar nichts mehr fressen.

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Der eosinophile Granulom-Komplex ist nicht ansteckend.

Über die Ursache dieser Erkrankung ist noch nicht so viel bekannt, aber vermutlich ist es eine Autoimmunerkrankung. An erster Stelle sollte herausgefunden werden, ob eine Floh- oder Nahrungsmittelallergie vorliegt. Bei einer Allergie werden vermehrt eosinophile Granulozyten produziert.
Es wird z.B. auch untersucht, ob die Krankheit vererbt wird, hormonell bedingt ist oder psychische Gründe eine Rolle spielen. Häufig findet man aber keine Ursache (idiopatisch).

Die eosinophilen Granulozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und, wie alle weiße Blutkörperchen, für die Immunabwehr zuständig. Der Name kommt von „Eosin“, ein Farbstoff, mit dem man diese Granulozyten im Labor violett einfärben kann. Die eosinophilen Granulozyten können Bakterien und Gewebereste "fressen" (phagozytieren).
Sie sind z.B. bei einer Allergie, bei Wurmbefall, bei einer abheilenden Infektion und beim eosinophilen Granulom erhöht.

granulozyten

Bei Verdacht auf ein eosinophiles Granulom ist es also sinnvoll, das Blut zu untersuchen. Sicherheit bietet aber nur die Hautbiopsie (hierbei wird für eine nähere Untersuchung eine kleine Probe aus der Haut entnommen).

Die Schulmedizin behandelt mit Antibiotika (wenn die Geschwüre eitern), Kortison (um die allergische Reaktion zu unterdrücken) oder Interferon (auch eine immun-unterdrückende Therapie).
Manchmal werden Hormone eingesetzt oder es wird operiert. Eine Operation ist meistens sinnlos, da es danach an einer anderen Stelle aufflackern kann.
Die Gabe von essentiellen Fettsäuren und/oder Umstellung auf Rohfutterung kann hilfreich sein.
Man sollte bei diesen Katzen vorsichtig mit der Anwendung von Flohmitteln (die in den Nacken getröpfelt werden) sein. Dies kann eine heftige Reaktion (sehr viel Juckreiz) auslösen.

Das eosinophile Granulom ist durch Sical gut behandelbar.

Sical ist eine Alternative zu Kortison und/oder Antibiotika. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt und deswegen kann es auch über längere Zeit gegeben werden.
 
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